
Mein Weg: Vom kreativen Handwerk zur Pädagogik
Nach vielen Jahren in einer kreativen und handwerklichen Selbstständigkeit liebe ich seit 2014 die Arbeit mit Menschen. Hier war für mich immer das Wichtigste, gute Beziehungen zu Menschen aufzubauen. Jetzt bin ich seit 2022 staatlich anerkannter Erzieher.
Warum Selbsterfahrung?
In vielen verschiedenen Kontexten begegnete ich in den letzten Jahren immer wieder einer Forderung verschiedener namhafter Forscher: „PÄDAGOGEN BRAUCHEN SELBSTERFAHRUNG“.
Da ich selber sehr für Selbsterfahrung in verschiedenen Formen brenne und seit 30 Jahren viele verschiedene Erfahrungen sammeln konnte, war mir beim ersten Entdecken dieser Forderung sofort klar: „Das ist es, was wir brauchen. Einen praxisnahen Selbsterfahrungs-Raum für Pädagogen“. Drei Jahre später und um einige Erfahrungen reicher in der offenen Jugendarbeit, der Unterrichtsbegleitung und dem Hort einer Grundschule ist das strukturierte Selbsterfahrungs-Angebot endlich fertig.
Der „Autopilot“ im Alltag
Als Erzieher kenne ich die Herausforderungen des pädagogischen Alltags aus eigenem Erleben. Daher weiß ich: Wir handeln im Alltag gelegentlich anders, als wir es uns theoretisch vorgenommen haben. Und natürlich handeln auch wir Pädagogen, die wir eigentlich „Vorbild“ sein wollen, wie im „Autopiloten“. Manchmal ist unproblematisch, aber es gibt auch Momente oder Tage, an denen es eher „nervt“ oder auch mal „belastet“, dass der Autopilot übernimmt.
Meine Rolle
Ich verstehe mich als Übersetzer, der das Fachwissen von Experten und Psychologen übersetzt – aus der Praxis für die Praxis. Denn Psychologen und Experten haben das Fachwissen, aber kennen das „Terrain“ Kita oder Schule manchmal nur aus der Theorie. Oft wird unterschätzt, wie viel tiefer Erfahrungen und Erkenntnisse verankert werden, wenn wir sie gemeinsam in einer Gruppe erleben und reflektieren, statt sie nur individuell zu durchdenken.
- Konzeption & Motivation: Ich mache Selbsterfahrung für die Praxis greifbar: Ich führe behutsam in die Arbeit der Selbsterfahrung ein und helfe dabei, die Verbindung zwischen dem beruflichen Alltag und den inneren Erfahrungen neu zu entdecken. Dabei bette ich die Arbeit in unserem Seminar in den von der KMK geforderten Paradigmenwechsel ein.
- Ich entwickle Übungen und stelle diese so zusammen, dass wir die innen wirkenden Kräfte erkennen und erfahren können.
- Dabei orientiere ich mich an der aktuellen Forschung verschiedener Experten – der UNESCO beispielsweise und vielen Vertretern der Pädagogik und Psychologie, die im Text „Warum Selbsterfahrung für Pädagog*innen so wertvoll ist“ zitiert werden.
Elisabeth Holleitner

Die Biologie der Sicherheit
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Embodiment Coachin liebe ich es, Menschen Räume zu öffnen, in denen sie ihre innere Welt sicher erforschen können.
Dabei nutze ich neben körperorientierten Methoden auch Somatic Experiencing® (eine Methode der körperorientierten Nervensystem-Regulation), um festgefahrene Strategien des Nervensystems sanft zu lösen. Ich stehe kurz vor dem Abschluss der langjährigen Somatic-Experiencing-Ausbildung und halte diese Methode für eine sehr effektive Möglichkeit, Anspannung im Körper zu regulieren und zu einer neuen Ruhe zu finden. (Mehr zu meiner Arbeit ist hier zu finden: www.crisalis.eu)
Unser gemeinsamer Ansatz
Gemeinsam verknüpfen wir die Selbsterfahrung mit der Biologie der Selbstregulation, um den Anforderungen aus der Bildung für nachhaltige Entwicklung (im Sinne der UNESCO und der Kultusministerkonferenz) gerecht zu werden und eine transformative Pädagogik umzusetzen.
Gemeinsam schaffen wir einen Raum, in dem tiefgehende Selbsterfahrung kombiniert wird mit fundierten Methoden aus dem SE. Das Wissen um die eigenen Trigger und SE mit vielen Erkenntnissen und Übungen aus der Welt der Nervensysteme ergänzen sich wunderbar, um pädagogisches Wachstum auf verschiedenen Ebenen zu ermöglichen. Denn eine friedlichere Welt für Kinder braucht Erwachsene, die sich selber kennen und deren Nervensysteme ein sicherer Hafen sind.